Rückenschmerzen: erkenne den Selbstwert- bzw. Überforderungskonflikt dahinter
Mit diesem Wissen wirst Du Deine Rückenschmerzen wirklich verstehen können und den richtigen Ansatz zur Lösung finden.
Inhalt des Artikels
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt – und oft genug bleibt nach Untersuchung, Röntgenbild oder MRT die Frage offen, warum es eigentlich weh tut. Mal findet sich ein Bandscheibenbefund, der gar nicht zu den Schmerzen passt, mal ist gar nichts Auffälliges zu sehen, und der Schmerz ist trotzdem da. Besonders verwirrend wird es, wenn die Beschwerden in Wellen kommen: Wochen ohne, dann wieder ein paar schmerzhafte Tage.
Wer hier nach einer tieferen Erklärung sucht, stößt früher oder später auf die Frage, ob nicht auch das innere Erleben eine Rolle spielt. Im BioLogischen Heilwissen, wie es der Heilpraktiker Rainer Körner beschreibt, gibt es dazu eine klare Denkrichtung – und die hat überraschend viel mit dem Thema Selbstwert zu tun.
Kurz erklärt: das BioLogische Heilwissen
Diese Sichtweise geht davon aus, dass der Körper auf belastende Lebenssituationen nicht zufällig oder „fehlerhaft“ reagiert, sondern nach festen biologischen Mustern. Ein biologischer Konflikt ist dabei ein einschneidendes Erleben – etwas, das jemanden unerwartet, isolierend und vor allem machtlos trifft.
Auf so ein Erleben folgt ein Geschehen in zwei Phasen. Zuerst ist der Körper angespannt und auf Aktivität gestellt (Sympathikotonie). Ist der Konflikt gelöst, schaltet er um auf Erholung (Vagotonie) – und genau dann beginnt die eigentliche Wiederherstellung. Diese Erholung kostet Kraft, deshalb bringt sie oft Müdigkeit, Entzündung und Schmerzen mit sich. Viele Beschwerden werden hier also nicht als Defekt verstanden, sondern als Teil eines Heilungsvorgangs. Beim Rücken führt das zu einer Frage, die in der üblichen Sichtweise selten gestellt wird: Wann genau kam der Schmerz – und was war vorher los?
Die biologische Sicht: Knochen, Muskeln und der Selbstwert
Knochen und quergestreifte Muskulatur werden im BioLogischen Heilwissen vom sogenannten Großhirnmarklager gesteuert. Der Gedanke dahinter: Beweglichkeit, Körperkraft und Körpergröße hatten in der Entwicklungsgeschichte mit dem Selbstbewusstsein und dem Leistungsvermögen eines Lebewesens zu tun. Deshalb ordnet diese Sichtweise gerade hier die Selbstwertkonflikte zu.
Beim Knochen heißt das konkret: Der Konfliktinhalt ist ein Selbstwerteinbruch, das Gefühl einer Entwertung. Das kann sehr unterschiedlich erlebt werden – als Überforderung, als das Gefühl, einer Leistung nicht gewachsen zu sein, oder als Einschränkung an einer bestimmten Körperstelle.
Lokale und körperliche Überlastung
Interessant ist, dass solche Konflikte nicht immer ein dramatisches seelisches Ereignis sein müssen. Im Lehrbuch werden ausdrücklich auch lokale Überforderungs- oder Überlastungskonflikte beschrieben, die mehr durch körperliche Belastung ausgelöst werden – etwa wenn jemand einen Körperteil über das gewohnte Maß beansprucht. Beim unteren Rücken nennen die Quellen das Iliosakralgelenk: Hier kommen lokale Selbstwerteinbrüche in Frage, die den unteren Rücken oder den Beckenraum betreffen, ebenso ein tiefer gehender, zentraler Persönlichkeits-Selbstwertkonflikt. Auch Kreuzbein und Beckenbereich werden in diesem Zusammenhang genannt.
Warum der Schmerz oft erst in der Erholungsphase kommt
Hier liegt der vielleicht überraschendste Punkt – und er erklärt, warum ein Befund die Beschwerden manchmal nicht stimmig erklärt. Während der konfliktaktiven Phase baut der Knochen Substanz ab, es kommt zur Entkalkung. Dabei entstehen in der Regel keine Schmerzen, und auch Brüche sind selten, weil die umgebende Knochenhaut stabilisierend wirkt. Bei kürzerer Dauer wird diese Phase oft gar nicht bemerkt.
Spürbar wird es meist erst, wenn der Konflikt gelöst ist. Dann beginnt der Wiederaufbau – und mit ihm eine Entzündung mit erhöhtem Stoffwechsel, gesteigerter Durchblutung, Überwärmung und Schmerzen. Diese Schmerzen sind im Lehrbuch nicht als sinnlos beschrieben: Sie sorgen dafür, dass das betroffene Gewebe nicht überbelastet wird, was die Regeneration stören würde. Der Schmerz wirkt hier also wie eine eingebaute Schonbremse.
Warum es immer wiederkehrt
Gerade beim Rücken berichten viele von schubweisem Verlauf. Im BioLogischen Heilwissen wird ein solcher Verlauf mit Konfliktwiederholungen beschrieben: Die Heilungsphase geht zwar ganz zu Ende, der Mensch fühlt sich zwischendurch normal – doch nach einiger Zeit tritt der Konflikt erneut auf oder ein Begleitumstand reaktiviert das Geschehen. Wiederkehrende Rückenschmerzen werden in den Quellen ausdrücklich als typisches Beispiel für diesen Verlauf genannt.
Wer ständig auf einem noch entzündeten, in Heilung befindlichen Gewebe weiterläuft oder es weiter belastet, kann sich immer neue Wiederholungen einhandeln und in einer sogenannten hängenden Heilung stecken bleiben – das wird im Lehrbuch am Beispiel des Fersensporns beschrieben. Übertragen auf den Rücken legt das nahe, dass dauernde Belastung und das Gefühl, „nicht aufhören zu dürfen“, einen Kreislauf in Gang halten können.
Worauf man achten kann — und wann ärztlich abgeklärt werden muss
Aus dieser Sichtweise lohnt es sich, bei wiederkehrenden Rückenschmerzen genauer hinzuschauen – nicht nur auf den Befund, sondern auf den zeitlichen Verlauf und das eigene Erleben. Hilfreiche Fragen sind dabei:
- Wann genau kamen die Schmerzen – und was war in den Wochen davor los?
- Gab es eine Phase der Überlastung, des Sich-überfordert-Fühlens oder eine Erleben im Sinne von „ich schaffe das nicht“ oder „das ist mir zu viel“?
- Ist die betroffene Stelle eher überwärmt – ein möglicher Hinweis auf eine Heilungsphase?
- Kommen die Beschwerden in Schüben, mit beschwerdefreien Zeiten dazwischen? Liegen daher möglicherweise wiederkehrende Konflikte zugrunde.
Das BioLogische Heilwissen betont dabei eine sorgfältige Anamnese, in der alle medizinischen, sozialen und biografischen Fakten einbezogen werden – ein „pseudo-esoterisches Losstürzen auf irgendwelche Konflikte“ liegt dieser Arbeit ausdrücklich fern. Auch ärztliche Untersuchungen wie Tastbefunde, Ultraschall oder bildgebende Verfahren gehören in diesem Sinne dazu.
Wichtig bleibt: Rückenschmerzen können auch ernste Ursachen haben. Anhaltende, starke oder plötzlich auftretende Schmerzen, Beschwerden mit Ausstrahlung in die Beine, Taubheitsgefühle oder begleitende Beschwerden gehören in jedem Fall ärztlich abgeklärt – die biologische Sichtweise ersetzt diese Abklärung nicht, sondern ergänzt sie um eine zusätzliche Frage nach dem Warum. Auch im Lehrbuch selbst wird klar darauf hingewiesen, dass besonders in den Regenerationsphasen Vorsicht geboten ist und Komplikationen auftreten können, etwa wenn ein Konflikt sehr lange angedauert hat oder der Organismus stark geschwächt ist.
Der eigentliche Wert dieser Betrachtung liegt darin, den Blick zu weiten. Wo Beschwerden bisher als zufällig oder rein mechanisch erschienen, eröffnet sich die Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen Körper und Lebenssituation zu erkennen – und daraus Schlüsse für die eigene Entwicklung zu ziehen. Wenden Sie sich hierfür an einen Therapeuten des BioLogischen Heilwissens oder studieren Sie das BioLogische Heilwissen in unseren Kursen selbst, um sich selbst helfen zu können.
Ein Beispiel: der überlastete Knochen
Knochen (Großhirnmarklager, rote Gruppe)
Der Auslöser
Das Erleben, einer Anforderung nicht gewachsen zu sein, sich überlastet oder zu schwach zu fühlen.
Konfliktaktive Phase
In der aktiven Phase baut der Knochen Substanz ab (Entkalkung), meist ohne Schmerzen.
Heilungsphase
Nach der Lösung füllt sich das Gewebe wieder auf – mit Entzündung, Überwärmung und Schmerzen.
Quellen
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Verschiedene Reaktionsweisen auf einen biologischen Konflikt-Schock (FFF)«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »2. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Die Mehrphasigkeit des Konfliktgeschehens«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »2. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Allgemeine Symptome in den 9 Phasen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »3. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Tabelle zum Überblick über das Gehirn und die Ordnung der Organe«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »2. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Paradoxe Heilungsreaktion«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »3. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Fallbeispiele aus der Praxis zu den einzelnen Gruppen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »3. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Fallbeispiele aus der Praxis zu den einzelnen Gruppen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »3. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Evolution, Organe, Gehirn«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Das Gehirn als übergeordnete Zentrale des Organismus« — Abschnitt »Die Entstehung von Gehirntumoren«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »3. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Grundprinzipien der sechs Gruppen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Bewegungsapparat« — Abschnitt »Bindegewebe ~ rot«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Ergänzende Themen« — Abschnitt »Sensibilitätsverläufe der vom Großhirn gesteuerten Organe«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Konfliktfindung und Therapie« — Abschnitt »Anleitung zur Anamnese und Konfliktfindung«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »2. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Verschiedene Konflikt- und Symptomverläufe«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »4. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Die sinnvolle Funktion der Mikroben«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Auge« — Abschnitt »Augenlider (Oberhaut) ~ gelb«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Bewegungsapparat« — Abschnitt »Knochen ~ rot«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Bewegungsapparat« — Abschnitt »Knochen ~ rot«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »Bewegungsapparat« — Abschnitt »Knochen ~ rot«
- Lehrbuch für BioLogisches Heilwissen , Kapitel »1. BioLogischer Grundsatz« — Abschnitt »Der biologische Konflikt als Auslöser verschiedener Reaktionen«
Dieser Artikel beschreibt eine Sichtweise des BioLogischen Heilwissens nach Rainer Körner. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Jeder Mensch und jede Situation sind individuell.